Gesundheit als Produktionsfaktor

Unternehmen,die auf ihren jeweiligen Märkten erfolgreich bestehen wollen, brauchen kompetente und motivierte, aber in erster Linie gesunde Mitarbeiter. Hintergrund: Krankheitsbedingte Fehlzeiten verursachen Kosten. Dazu zählen nicht nur Entgeltfortzahlungen und Krankengeld, das Arbeitgeber teilweise mitfinanzieren müssen. Hinzu kommen Produktionsausfall, die Bereitstellung neuer Personalreserven oder das Organisieren von Zusatzschichten. Gesundheit wird damit insgesamt gesehen zu einem wichtigen „Produktionsfaktor“.

ZU WENIG BEWEGUNG

Auch von Büroarbeit können Gefahren für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten ausgehen. Vor allem der hohe Anteil der Bildschirmarbeit bringt bürotypische Belastungen mit sich. Weitverbreitete Phänomene sind, beispielsweise der Mangel an Bewegung, eine verkrampfte Körperhaltung oder eine zu geringe Zahl von Haltungswechseln während der Büroarbeit. Dieser Bewegungsmangel führt nicht nur zu Schädigungen im Bereich des Rückens, sondern kann sich auch negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Dazu kommen psychische Beeinträchtigungen, die mittlerweile für mindestens jede zehnte Krankschreibung verantwortlich sind.

Mithilfe dieser einfachen Maßnahmen lässt sich mehr Bewegung in den Arbeitsalltag bringen:

  • Treppensteigen statt den Aufzug nehmen
  • Wege zum Drucker nutzen
  • im Stehen telefonieren
  • Stehschreibtische nutzen
  • regelmäßige Bewegungsübungen am Arbeitsplatz.

Die Rolle der Arbeitsmittel in diesem Zusammenhang:

  • Arbeitsstühle sollten so einstellbar sein, dass Rückenlehne und Sitzfläche den Bewegungen des Sitzenden folgen.
  • höhenverstellbare Arbeitsflächen erlauben es, Zwangshaltungen zu vermeiden. Idealerweise lassen sie sich sowohl im Sitzen als auch im Stehen nutzen.

PROBLEM: RÜCKEN

Rückenschmerzen sind die am weitesten verbreiteten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats in deutschen Büros. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Sie können laut der Leitlinie L-Q 2010 unter anderem durch schlechte Stühle, Tische mit ungeeigneter Arbeitshöhe, falsch eingestellte Bildschirme oder schlechte Beleuchtung, aber auch durch Blendung, eine zu hohe Arbeitsintensität, inhaltliche Überforderung oder durch fehlende Pausen ausgelöst werden. Auch Lärm kann dazu führen, dass sich die betroffenen Personen deutlich weniger bewegen, was mittelbar Rückenschmerzen verursachen kann. Meist führe jedoch nicht ein einziger Auslöser zu körperlichen Beschwerden, sondern ein ganzes Bündel sich gegenseitig verstärkender Faktoren. Damit liegt die größte Herausforderung der Gestaltung guter Arbeitsbedingungen in dem Zusammenspiel multifaktorieller Einflüsse. Beim Einsatz präventiver Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung am Arbeitsplatz empfehlen Experten daher, auf Ebenen tätig zu werden: Die Verhältnisprävention, die sich der Gestaltung der Arbeitsbedingungen widmet, sollte die gleiche Bedeutung haben wie die Verhaltensprävention, die sich mit dem Verhalten der arbeitenden Menschen befasst. „Prävention im Sinne der Erhaltung und Förderung des physischen und psychischen Wohlbefindens der Mitarbeiter ist eine zentrale Aufgabe von Unternehmen und Unternehmern“, fasst die Leitlinie zusammen. „Verstärkt durch veränderte Arbeitsinhalte und -anforderungen, durch die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und den absehbaren Mangel an Fachkräften, wird der Erfolg präventiver Maßnahmen auch zum Erfolgsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung vieler Unternehmen werden.“
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